Zwischen Dachgeschoss und Eiffelturm

Hier meldet sich wieder Belinda zu Wort! Mittlerweile habe ich mich sehr gut eingelebt und nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Wohnungssuche lebe ich jetzt in einem Studentenwohnheim nahe der schönen Altstadt Landshuts.

 

Wie versprochen erfahrt ihr heute Insiderinfos von meinem Praktikum und dem Atelier, wo die zauberhaften Spitzendessous entstehen. Das Atelier befindet sich in einer gemütlichen Dachgeschosswohnung. Ich muss mich dabei aber vor den Dachschrägen in Acht nehmen, da ich im Gegensatz zu Franziska mit meinen 1,75m Größe mit ihnen öfter Mal in Konflikt gerate. Wenn dieses Praktikum endet und ich wieder zurück in den Unialltag nach Hamburg muss, werde ich übersät sein mit Beulen. Ansonsten kann man sich dort nur wohl fühlen, da es dort immer nach Orangen oder anderen ätherischen Ölen duftet. Da wir dort nur zu zweit sind hat Jeder seinen eigenen Arbeitsbereich. Meist sitzt einer am Computer und der andere näht am anderen Ende des Raumes.

 

In der ersten Woche wurde ich gleich ins kalte Wasser geschmissen. Ich durfte nämlich für ein Shooting mit der Fotografin Janine Küffer ein eigenes Design entwickeln. Das heißt ich durfte alle Materialien verwenden, die ich schön fand! Also suchte ich mir diese aufregenden silbernen Fransen und eine dazu passende Spitze aus, die ich dann an der Puppe zu einem Dessous Set entwickelte. Das hat super Spaß gemacht und Franziska stand mir mit Rat und Tat zur Seite. Das Set wurde dann in die Schweiz verschickt und fotografiert. Super aufregend! Die Bilder sind, wie ich finde, auch sehr schön geworden:

Model: Maria Anna Make up by Flore Markaj Make Picture by Janine Küffer Photography
Model: Maria Anna
Make up: Flore Markaj
Bild: Janine Küffer Photography

In den ersten Wochen meines Praktikums gab es noch sehr viele heiße Tage. Vormittags arbeitete ich am Computer und retuschierte Bilder. Es ist nämlich geplant, dass Fransik Dessous et dessus bald zu Amazon kommt! Und es mag vielleicht komisch klingen, aber dieses amerikanische Unternehmen hat Angst vor Nippeln. Also musste ich diese mit Photoshop weg retuschieren. Den Nachmittag verbrachte ich auch oft im Garten. Wo ich dann zeichnete, recherchierte, an einem Blog schrieb und mich nebenbei noch sonnen konnte.

 

Ich habe immer wechselnde Aufgaben. Mal arbeite ich an Zeichnungen, wie zum Beispiel wie ihr euren Körper perfekt ausmesst, falls ihr was nach Maß bei uns bestellen wollt. Mal bringe ich die Bestellungen zur Post. Mal zähle, sortiere und wickle ich neue Spitze auf Pappe. Außerdem arbeite ich auch an den FAQs, eine Arte Lexikon für Unterwäsche, dass ihr auf der Homepage von Fransik entdecken könnt. Oder wie gerade jetzt, sitze ich am Computer und schreibe für euch diesen Blog.

 

In den letzten Wochen haben wir eine ganz spezielle Bestellung bearbeitet, die es vorher noch nicht so gab.  Aus einem schon vorhandenen Set sollte ein Still BH entstehen! Mit der Aufgabe wurde ich betreut und wir nennen die Kreation liebevoll Eiffelturm, da der Schnitt uns sehr an dieses französische Stahlgerüst erinnert hat.

Der Eiffelturm Still BH
Der Eiffelturm Still BH

Die Reise ist noch lange nicht zu Ende. Es werden noch viele neue Aufgaben auf mich zukommen und ihr seid jetzt immer mit dabei 🙂

Typberatung: Welche Dessousfarbe steht mir?

Um deinen Farbtyp zu bestimmen ist es ein ganz einfaches wenn du deinen Farbcharakter mit den der Jahreszeiten vergleichst. Deine Haut- und Haarbeschaffenheit helfen bei der Entscheidung.

A la Vivaldis 4 Jahreszeiten hat auch jede Farbe ihren Audruckston.

Frühling

Der Frühling ist eine Übergangsjahreszeit und man schreibt ihm einen gelblichen – warmen Ton zu. Deine Haare und Haut besitzen einen höheren Gelbanteil und manchmal hast du auch Sommersprossen. Deine Haarfarbe ist vor allem warm, egal ob blond oder braun. Warm bedeutet höherer Gelbanteil. Goldblond oder Schokoladenbraun. Oder Rot ist auch warm – Blau hingegen ist kühl.

Das heißt dir stehen Farben die aus deiner Farbfamilie kommen. Also gelblicher Hautunterton harmoniert mit gelben Dessous, beige, braun,…

 

Kristin in warmen Weiß: Schneeflocke Dessous Foto: Dieter Michalek Model: Kristin Sunshine
Kristin in warmen Weiß: Schneeflocke Dessous
Foto: Dieter Michalek
Model: Kristin Sunshine

Kristin steht kräftiges Gelb oder Braun mit hohem Gelbanteil tragen.

Kristin im Elfenzauber Foto: Dieter Michalek Model: Kristin Sunshine
Kristin im Elfenzauber
Foto: Dieter Michalek
Model: Kristin Sunshine

 

Tomatenrot, Krebsrot, Gelbgold, warmes Grau, Graugrün. Alle Töne mit warmen Farben sind für sie wie bestimmt. Leuchtend erscheinen sie bei ihrem Typ auch sehr vorteilhaft.

Blautöne, Schwarz und strahlendes Weiß sind nichts für sie. Besser zu cremeweiß oder in ein warmes Türkis greifen!

 

Sommer

Der Sommertyp ist kühl wie ein Pool – und hat daher einen kalten Blaustich. Die Haut ist meist hell, bläulich rosa und die Augen eisblau oder graublau. Die Haare haben im Gegensatz zum Frühling weniger Rot- und Gelbanteil. Das Blond geht in Richtung Platin bis Aschblond. Das Braun ist graubraun mit aschigem Unterton. (kein Goldstich im Haar!). Dem Sommertyp stehen alle kühlen Töne von Rosa, bis Türkis, Blau, Grau, Mint, oder verwaschene Weißtöne. Weiche und gedämpfte kalte Töne stehen dem Sommertyp hervorragend. Hartes Schwarz hingegen ist unvorteilhaft!

Laura in kühlem Aubergine mit hohem Blauanteil Foto: Robert Blabl
Laura in kühlem Aubergine mit hohem Blauanteil
Foto: Robert Blabl

Laura und auch ich sind die typischen Sommermädels. Kühle eisige Töne harmonieren mit uns.

ein mildes schimmerndes eisgrau: Polka Dots Model: Laura Antoni Foto: Robert Blabl
ein mildes schimmerndes eisgrau: Polka Dots
Model: Laura Antoni
Foto: Robert Blabl

 

Herbst

Der Herbst wird wieder warm und vereint Gelb, Gold und Rot. Der Herbst verläuft etwas gedeckter als der Frühling und sieht der Natur gleich wenn die Blätter sich gelb und rot verfärben. Herbsttypen sind honigblond, schokoladenbraun oder goldig braun, ihre Haut ist ebenso goldig ins Champagnerfarbene mit einem gelblichen Unterton, oft sehr hell und zart.

Herbststyp Solveigh Ludwig trägt Mocca Dessous Foto: Markus Mayer
Frühlingstyp Solveigh Ludwig trägt Mocca Dessous
Foto: Markus Mayer

Solveigh ist ein gedeckter Herbststyp sie hat warmes Haar und helle gelblich rosige Haut. Das Dessous Moccabraun ist aus derselben Farbfamilie und unterstreicht den Herbst.

Solveigh Ludwig in Limonade Foto: Markus Mayer
Solveigh Ludwig in Limonade
Foto: Markus Mayer
Patricia trägt Noir D'or. Auch wenn man ich dem Herbsttypus hartes Schwarz abrate, rundet bei diesem Set das Gold sehr weich ab. Foto: Robert Blabl Model: Patricia Gebauer
Patricia trägt Noir D’or. Obwohl ich dem Herbsttypus von Schwarz abrate, wird es in Kombination mit Gold weich abgerundet und steht ihr hervorragend.
Foto: Robert Blabl
Model: Patricia Gebauer

Für den Herbst sind warme, erdige Töne perfekt. Ecruweiß, Beigetöne die ins Braune verlaufen, alles schimmrig goldene, Rot nur in warmen Variationen wie Kamin- oder Rostrot, Grün mit hohem Gelbanteil wie Oliv zum Beispiel.

Unvorteilhaft sind zu kühle oder blasse Nuancen. Kühle Farben wie Schwarz, Blau und Grau sind ungeeignet. Blasse Töne wie Rosa, oder gar Weiß empfehle ich nicht. Lieber zu einem goldton greifen wenns zarter sein soll.

 

Winter

Der Winter ist ambivalent und meint sogenannte Albino Typen die weiß wie Schnee sind, oder Schneewittchen: Damen deren Haar pechschwarz und Haut schneeweiß ist. Der Teint ist porzellanfarben und sein Farbspektrum ist kühl. Die Haare sind mit aschigem manchmal bläulichem Unterton und bilden einen starken Kontrast zum Gesicht.

Schneewittchen Typ Lisa Anselm trägt das türkise Arielle Dessous. Foto: Michael Magin
Schneewittchen Typ Lisa Anselm trägt das türkise Arielle Dessous.
Foto: Michael Magin

Zu kühlen Typen passen kühle Töne – und welcher Ton ist kühler als Blau? Winterfrauen können alle starken Farben tragen, weiß wie schwarz:

Cremebody Foto: Michael Magin Model: Lisa Anselm
Cremebody
Foto: Michael Magin
Model: Lisa Anselm
Schwarze Yasmin Foto: Michael Magin Model: Lisa Anselm
Schwarze Yasmin
Foto: Michael Magin
Model: Lisa Anselm

 

Aber neben den farblosen Beispielen gehen auch Kontrasttöne wie Gelb, Grün und Rot. Allerdings würde ich von unklaren Tönen mit gelb wie zum Beispiel graugelb, zartem Orangegelb, beige eher die Finger lassen. Dem Winter steht ja eh fast die gesamte Farbpalette offen!

Und wenn du eine spezielle Typberatung möchtest – dann schick mir ein Bild von dir an brief@fransik.de und ich nehm dich unter die Lupe und sag dir was dir steht!

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte der Dessous: Von der Weißwäsche bis zur Lingerie

Die Bedeutung und Funktion der Kleider war von jeher darauf begrenzt, die Geschlechter zu trennen. Mann und Frau sollten klar voneinander unterschieden werden. So wie ihr Status und ihre Rechte es auch waren. Kleidung nahm früher einen politischen Wert ein. Und das gilt für das Obendrüber sowie fürs Untendrunter.

Die Geschichte der Unterwäsche ist nicht genau dokumentiert – doch was man weiß ist, dass sich die Männerunterwäsche gehörig von der, der Damen unterschied. Während Männer einen geschützten Intimbereich hatten, trugen die Damen noch vor Hundert Jahren aus dem Blickwinkel eines Regenwurms betrachtet, ein Evakostüm. Die Hosen und damit auch die Unter-Hosen waren dem Manne vorbehalten, und fanden erst mit fortschreitender Emanzipation ihre Daseinsberechtigung an den Körpern der Frauen. So durften Frauen nur Hosen tragen wenn sie Fahrrad fuhren, ansonsten war ihnen das Tragen von Hosen aber unterlassen. Die Frau trug einen Rock, der Mann eine Hose.

Unter dem Rock trug sie zwar keine Unterhose, dafür aber einen Wust aus weißer Leinenwäsche. Die sogenannte Weißwäsche, in Form von Unterhemd und Unterrock, die direkt auf der Haut getragen wurde, und somit auch die Oberbekleidung vor Schmutz schützte. Die Leinenwäsche war kochfest und praktischer Natur.

Vergleicht man die linge (frz. Wort für Wäsche) mit der heutigen Lingerie, so fällt auf dass sich so einiges geändert hat. Nicht nur die Materialien, auch die Farben, Formen und Freiheiten sich dieser zu bedienen. Früher war sie weiß, aus natürlicher Baumwolle oder Leinen, und verbrauchte Unmengen an Stoff. Heute gibt es sie in allen Farben, aus Spitze, Seide, Satin, Baumwolle meist mit Elasthananteil um sie bequemer zu gestalten.

Die Lingerie hat eine andere Symbolik. Sie trägt den Reiz, den Reiz der Reizwäsche in sich. Dadurch ist logisch, dass eine Frau, die Lingerie trägt, im Deutschen sagt man übrigens häufiger Dessous, aber das nur am Rande, sich ihrer Weiblichkeit stets bewusst ist.

Die Erfinder der Reizwäsche waren übrigens die französischen CanCan Tänzerinnen die diese Dessous bei ihren Vorstellungen hervorblitzen ließen. Die leichten Mädchen waren aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Ihre Wäsche hatte den Ruf von etwas verruchtem dreckigen. Heute trägt die Dessous nahezu jede Frau, unvorstellbar dass es noch vor wenigen Jahrzehnten verpöhnt war.

Die Unterwäsche die ich fertige, ist auch eine Art Reizwäsche. Sie reicht von unschuldigem Taubenblau und pastelligen Rosétönen bis zu klassischem Schwarz mit Strapsen. Ich möchte die Vielfalt an Dessous, und die Liebe zum eigenen Körper damit aufleben lassen. Dessous zu tragen soll weder eine Geschlechtsreglementierung sein, noch sexualisieren, sie soll einfach schön und ästhetisch sein, damit sich jede Frau wohl und weiblich fühlt.

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Lingerie Silbervogel
Model Hannah Barrens
Foto Stephanie Sexton
Lingerie Nackte Blüte3 Fransik Dessous
Lingerie Nackte Blüte I Model Madeleine Human I Foto Stephanie Sexton

 

 

Meine Entscheidung einen Shop zu gründen

Vor über einem halben Jahr bekam ich eine Anfrage von Lena Reiner – der sogenannten „Menschenfotografin“ die fürs Vegan Magazin arbeitet. Sie hat meine Unterwäsche irgendwo im Internet entdeckt und sie gefiel ihr richtig gut. Ich erhielt von ihr eine Nachricht ob meine Unterwäsche vegan sei, und nach Prüfung verschiedener Spitzen und Materialbestandteile z.B. der Fäden, konnte ich ihr mitteilen ja sie ist vegan. Ich habe auch Dinge hergestellt die mit tierischen Inhaltsstoffen gefertigt waren, und habe mich bis zu diesem Zeitpunkt mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt.

Aber von da an, hatte ich ein Projekt. Zusammen mit Lena Reiner eine vegane Dessous Linie zu kreieren, die ich nähe und sie ablichtet, und das Resultat dann im Vegan Magazin erscheint. Es war die erste große Presseanfrage und ich freute mich riesig. Ich war schon auch sehr aufgeregt, und mein Freund und SEO Berater 🙂 hatte die grandiose Idee diesen erfolgreichen PR Start mit der Gründung meines eigenen Shops http://shop.fransik-dessous.de/ zu verknüpfen. So kam also viel Arbeit auf mich zu. Schnellstmöglich eine Kollektion zu kreieren, zu nähen, und gleichzeitig die Bilder und Texte für den Shop aufzustellen. Diese einmalige Chance konnte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen, und so erschien die Fotostrecke in der Juni/Juli Ausgabe im Magazin und am Shop wird noch kräftig gewerkelt. Hier sind ein paar Impressionen aus dem Magazin:

 

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Foto: Lena Reiner
Model: Tatjana van Dahl
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Foto: Lena Reiner
spitze-flieder-vegan-slip
Foto: Lena Reiner
spitze-blau-vegan-dessous-set
Foto: Lena Reiner
Model: Tatjana van Dahl
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Foto: Lena Reiner
lingerie-dessous-spitze-vegan
Foto: Lena Reiner
lingerie-dessous-spitze-vegan
Foto: Lena Reiner
lingerie-dessous-vegan-spitze
Foto: Lena Reiner
Model: Tatjana van Dahl
lingerie-schwarz-wimpernspitze-vegan
Foto: Lena Reiner
Model: Tatjana van Dahl
lingerie-dessous-vegan-spitze
Foto: Lena Reiner
Model: Tatjana van Dahl

 

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