Modedesignerin wollte ich werden, weil …

Für alle sich nicht erinnern können oder neu dazu gekommen sind: Ich heiße Belinda und studiere Modedesign. Ihr seid beim Dritten und letzten Teil des Blogs über mein Studium gelandet!

Glaubt mir, ich musste schon unzählige Fragen über mein Studium beantworten. Die erste Frage die mir auf Partys und im Alltag gestellt wurde war unter anderem die Frage: „Und, wie würdest du meinen Kleidungsstil bewerten?“. Meist antworte ich dann, dass ich es toll finde, wenn jemand einen eigenen Stil entwickelt hat und dass ich Niemanden nach dem Aussehen bewerten möchte. Eine Zweite für mich weniger nervige Frage ist die, was man danach mit dem Studiengang Mode Design machen könne oder wo es für mich einmal hingehen wird.

So könnte die Tätigkeit einer Stylistin aussehen. Hier seht ihr mich bei einem Fashion Shoot meiner Kollektion aus dem 4. Semester wie ich eine Jacke richtig positioniere. Fotograf: Fred Willenbrock, Model: Jacob Kjaerulf
So könnte die Tätigkeit einer Stylistin aussehen. Hier seht ihr mich bei einem Fashion Shoot meiner Kollektion aus dem 4. Semester wie ich eine Jacke richtig positioniere. Fotograf: Fred Willenbrock, Model: Jacob Kjaerulf

Eine Möglichkeit ist zum Beispiel Stylist/in zu werden und vielleicht bei Magazinen Fotoshootings mitzugestalten. Man kann auch in den Bereich Forecasting einsteigen und Trendscout werden. Dort analysiert man alle Bereiche der Gesellschaft wie auch neue Filme, Bücher, Fashion Shows und filtert neue Trends heraus. Diese Trends werden dann auf exklusiven Messen anderen Unternehmen vorgestellt und verkauft. Oder man arbeitet für ein Mode Unternehmen, die dann diese Trends in ihre Kollektionen einarbeiten. Wenn man organisatorisch begabt ist, kann man auch für Modeketten oder Boutiquen Einkäufer werden. Dort sucht man auch nach den aktuellen Trends und kauft von Designern Sachen ein, die sich gut verkaufen lassen und die den Kunden gefallen.

Die internationale Modemesse PREMIUM in Berlin findet jedes Jahr statt und stellt auf einem Gelände von 33.000m2 rund 1.000 Marken vor. Hier ist man dann als Einkäufer unterwegs. Quelle:https://www2.premiumexhibitions.com/visitors/
Die internationale Modemesse PREMIUM in Berlin findet jedes Jahr statt und stellt auf einem Gelände von 33.000m² rund 1.000 Marken vor. Hier ist man dann als Einkäufer unterwegs. Quelle: https://www2.premiumexhibitions.com/visitors/

Wenn man sein Talent eher im Zeichnen und Malen sieht ist es auch möglich mit einem eigenen signifikanten Stil Modezeichnerin oder Illustratorin beispielsweise für Bücher oder andere Produkte zu werden. Der Bereich Modejournalismus ist vielleicht auch ein Bereich der euch Interessiert? Oder Textildesigner oder sogar Grafik Designer und und und und…

Wie Ihr seht gibt’s jede Menge Möglichkeiten! Wichtig ist, dass ihr erkennt wo eure Stärken und Talente liegen und manchmal muss man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

Kurz vor einer Fashion Show an unserer Uni geht es heiß her. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen und es wird noch einmal nachgeschminkt.
Kurz vor einer Fashion Show an unserer Uni geht es heiß her. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen und es wird noch einmal nachgeschminkt.

Aber ist es nicht besser etwas Richtiges machen, wo man auch sicher einen Job bekommt?

Klar führen alle Wege nach Rom, wie fast jeder Mathelehrer, den ich kenne, behauptet! Auch wenn Ihr BWL studiert, so wie die Franziska (Designerin und Gründerin von Fransik Dessous et dessus) es gemacht hat, habt Ihr die Möglichkeit in ein Modeunternehmen einzusteigen oder ein eigenes Label zu gründen.

Aber andererseits muss man bedenken, dass die Textilbranche eine stetig wachsende Industrie ist und es immer Jobs im Design Bereich geben wird. Außerdem muss man nach seinem Studium – wie schon gesagt – nicht unbedingt Designer werden. Mit dem Wissen, dass man im Studium bekommt und darauf aufbaut, ist es auch möglich in andere Berufsfelder einzusteigen.

Ich kann euch noch nicht so genau sagen, wo es für mich nach dem Studium hingeht. Dafür weiß ich, dass es nach hoffentlich spannenden Jahren in der Modebranche, für mich Zeit wird mich selbstständig zu machen und auch ein eigenes Label zu gründen.

Wenn Ihr die Anfänge über mein Studium verpasst habt scrollt einfach runter. Ich hoffe es sind keine Fragen offen geblieben und wenn doch steh ich euch jederzeit für Fragen zur Verfügung 🙂 Das nächste Mal könnt Ihr euch auf exklusive Details aus meinem Praktikum bei Fransik Dessous freuen!

 

Letzte Mitternacht

 

Neulich hatte ich mitten in der Nacht ein Fotoshooting. Ich kannte weder Model noch Fotograf und war daher auch ein bißchen aufgeregt was mich erwarten würde. Es war in einer großen Fotohalle mit Visagistin, Schmuckdesignerin und dem Fotografen. Sie alle warteten schon auf mich und auf das Model. Toll dachte ich mir und vor allem dass alles bereits organisiert war. Tom Tutsch der Fotograf hatte fliederfarbene Ballons organisiert um mein Dessous Set Ton in Ton abzulichten. Er hatte Couches und Spiegel gekauft und ich war beeindruckt von dem Angebot dass mir dort geboten wurde. Glücklicherweise passten Veronika meine Dessous wie angegossen und Nina Athanasiou brachte auch noch ihre aufregende Schmuckkollektion mit. So konnten wir nach 2 Stunden Maske mit Christina Bassal endlich ein wundervolles Shooting beginnen. Ein paar Ausschnitte zeige ich jetzt schon mal:

 

 

Lingerie Noir D'or - klein

 

 

 

 

Lingerie Schwarz auf Sofa - klein

 

 

 

 

Lingerie Schneeflocke- klein

 

 

 

 

Dessous Vanillegelb -klein

 

 

 

 

Model: Veronika Foto: Thomas Tutsch H&M: Christina Bassal Schmuck: Nina Athanasiou
Model: Veronika
Foto: Thomas Tutsch
H&M: Christina Bassal
Schmuck: Nina Athanasiou

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